Unsere Recyclat-Initiative

Bei Frosch verfolgen wir ein echtes Kreislaufprinzip, d.h. wir gestalten unsere Verpackungen so, dass sie in einem geschlossenen Wertstoffkreislauf gehalten werden können. Schon 2012 hat Werner & Mertz mit seinen Industriepartnern ein innovatives Verfahren entwickelt, um hochwertige Recyclingmaterialien (Recyclat bzw. Altplastik) aus Plastikmüll zu gewinnen. Das Ergebnis:

Die meisten unserer Frosch-Flaschen bestehen zu 100 % aus Altplastik. Dabei nutzen wir bereits Plastik aus dem Gelben Sack - unsere Duschgelflaschen bestehen zum Beispiel zu 100% aus Plastik aus dem Gelben Sack bzw. der Gelben Tonne.

Das Beste daran: Unsere preisgekrönte Recyclat-Initiative ist eine "Open-Innovation" und weitere Partner sind willkommen! Langfristig könnte die ressourcen- und umweltschonende Kreislaufwirtschaft somit zum Standard werden und sich auch über Branchen- und Ländergrenzen hinweg durchsetzen.

Unsere Recyclat-Initiative
Mehr Plastik als Fische im Meer?

Mehr Plastik als Fische im Meer?

Wir haben ein Problem: Plastikmüll. Jährlich gelangen rund 9 Mio. Tonnen Plastikmüll ins Meer. Laut einer Studie der Ellen MacArthur-Stiftung könnte bis 2050 mehr Plastik als Fische im Meer schwimmen. Die Lösung für saubere Meere ist jedoch nicht im Meer selbst, sondern an Land zu finden.

Warum? Plastik ist ein Wertstoff und soll auch so behandelt werden.

Wie? Wenn wir Plastik im Kreislauf halten, also recyceln, landet es gar nicht erst als Müll im Meer.

Das Kreislaufprinzip

Wir finden es selbstverständlich, dass aus einer alten eine neue Wasserflasche wird und aus der Zeitung von gestern die Zeitung von morgen. Ebenso müssen auch alte Plastikflaschen immer wieder zu neuen werden. Plastik ist ein Wertstoff, der wie Glas, Metall oder Papier im Kreislauf geführt werden muss. Denn wo Wertstoffkreisläufe geschlossen werden, entsteht kein Müll.

Der Gelbe Sack ist eine ergiebige Quelle für hochwertiges Altplastik. Unsere Frosch-Flaschen bestehen seit Jahren zu 100% aus Altplastik - dafür wird auch Plastik aus dem Gelben Sack genutzt.

Das ist aber keineswegs selbstverständlich. Der Großteil des Plastikmülls aus dem Gelben Sack wird aktuell downgecycelt (minderwertig recycelt), in andere Länder exportiert oder verbrannt („thermische Verwertung“). Nur ein Bruchteil wird hochwertig aufbereitet, also upgecycelt. Dabei ist Plastik ein kostbarer Wertstoff, der beinahe unendlich oft wiederverwertet werden kann.

Das Kreislaufprinzip

Was ist eigentlich Recyclat?

Recyclat bezeichnet Altplastik, also recycelter bzw. wiederaufbereiteter Kunststoffabfall, der als Recyclat zum Rohstoff für neue Produkte wird.

Das Recyclat für die Herstellung unserer PET-Flaschen (Polyethylenterephthalat) stammt zu mindestens 20% aus dem Gelben Sack und zu 80% aus geschredderten Pfandflaschen.

Unsere Duschgelflaschen bestehen sogar zu 100% aus Plastik (HDPE = High Density Polyethylen) aus dem Gelben Sack. bzw. der Gelben Tonne. Eine Weltneuheit in der Kategorie Kosmetik!

Das Ganze funktioniert so:

Der Plastikmüll aus dem Gelben Sack wird in einer Müllsortieranlage sortiert, gereinigt und zu Flakes gemahlen. Eine bahnbrechende Lasertechnik befreit diese Flakes auch von den letzten chemisch belasteten Partikeln. Das Ergebnis ist sortenreines, sauberes Recyclat. Daraus stellen wir neue Flaschen her, die dann wieder im Gelben Sack entsorgt werden, aufbereitet und wieder zu Flaschen werden. So entsteht ein echter Verwertungskreislauf und das Plastik landet gar nicht erst in den Meeren!

Und was ist der Unterschied zwischen PIR und PCR?

PIR: Post-Industrial-Recyclat

PIR – das sogenannte Post-Industrial-Recyclat (oder auch gerne Pre-Consumer-Recyclat genannt) – entsteht aus Plastikabfällen der industriellen Fertigung, also ohne je in Benutzung beim Verbraucher gewesen zu sein.

PCR: Post-Consumer-Recylat

Post-Consumer-Recyclat hingegen entsteht aus Verbraucherabfällen wie benutzen Verpackungen, Folien und Plastiktüten. Das können zum Beispiel Flaschen aus der Pfandflaschen-Sammlung sein oder eben Plastik aus dem Gelben Sack.

unsichtbare Gefahr: Mikroplastik

Neben der offensichtlichen Vermüllung der Meere und Küsten durch große Plastikteile, liegt eine weitere Gefahr beim sogenannten Mikroplastik. Das sind winzige Kunststoffteilchen, z.B. aus Seifen, Kosmetika und Reinigern, die über Gewässer ins Meer gelangen, ebenso wie kleinste Bruchstücke von Plastikmüll am Strand und im Meer.

Die Meeresbewohner verschlucken diese mikroskopisch kleinen Partikel, wodurch ein hoher Anteil von Mikroplastik in die Nahrungskette gelangt, und damit auch Mikroplastik auf Ihren Tellern landet. Deshalb muss dringend umgedacht werden! Frosch zeigt bereits, dass es auch anders geht: Unser komplettes Sortiment entfaltet seine volle Reinigungs- und Pflegewirkung frei von Mikroplastik.

unsichtbare Gefahr: Mikroplastik

Was ist eigentlich Mikroplastik?

PRIMÄRES MIKROPLASTIK:

Primäres Mikroplastik sind mikroskopisch kleine Kunststoffteilchen, die z.B. als Peelingköper in der Kosmetik oder als Trübungsmittel in Handseifen, Duschlotionen oder Reinigern eingesetzt werden. Es gelangt aber auch über Reifenabrieb auf Straßen in die Gewässer oder gelangt über das Waschen von Synthetikkleidung in das Abwasser. Allein in Deutschland summiert sich das zu 330.000 Tonnen pro Jahr

SEKUNDÄRES MIKROPLASTIK:

Sekundäres Mikroplastik entsteht, wenn sich größere Plastikteile im Meer durch die Reibung von Wellen, Salzwasser und Winden langsam zersetzen und in immer kleinere Teilchen zerfallen. Wegen der langen Lebensdauer der meisten Kunststoffe treiben die Teilchen Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte im Ozean.

Generell spricht man von Mikroplastik, wenn ein Partikel < 5 mm ist.